/// Chronik
Die Geschichte
1988–1992 · Ursprung
Im Proberaum in Kassel entstand der Sound, der die dunklen Tanzflächen Europas erobern sollte. Bereits mit den ersten Releases auf dem legendären Label Zoth Ommog etablierten sich Armageddon Dildos als Club-Klassiker. „East West", „Resist" — Tracks, die durch die Keller von Berlin bis Antwerpen donnerten.
1993–1999 · Durchbruch
Mit „Homicidal Dolls" (1993) erreichten sie ein internationales Publikum. Veröffentlicht bei Zoth Ommog und Sire Records (Warner), wurde das Album zur Referenz der 90er-EBM-Welle — neben Front 242, Nitzer Ebb und Leaether Strip.
Eine Mischung aus Gitarren, verarbeiteten Rhythmen und Pop-Melodien. Homicidal Dolls balanciert zwischen der kalten Präzision deutschen Technos und den ausgetretenen Pfaden belgischen Industrials à la Front 242.
— Trouser Press
„Lost" (1994) brachte mehr Gitarren und Popmelodien — Vergleiche mit Ministry und Nine Inch Nails wurden laut. „Speed" (1997, BMG) zeigte eine kommerziellere Seite, ohne den industriellen Kern zu verraten.
2000–2010 · Evolution
Dirk Krause verließ die Band aus persönlichen Gründen. Uwe Kanka machte weiter. „Morgengrauen" (2003) und „Sangreal" (2005) zeigten eine reifere, dunklere Seite — weniger Club, mehr Tiefe. Die Mischung aus deutschem und englischem Gesang blieb Markenzeichen.
2011–Heute · Dystopia
„Untergrund" (2011, Alfa Matrix) markierte die Rückkehr zur puren EBM-Aggression. „Dystopia" (2020) — veröffentlicht während einer globalen Pandemie — bewies, dass der Kasseler Bunker-Sound aktueller ist denn je.
Side-Line nannte sie den „Flaggschiff des EBM der 90er". Fast 40 Jahre später ist das Flaggschiff immer noch unterwegs.